Nicht nur bei Wiki leckt’s

Der Presseschau zu den aktuell veröffentlichten Wikileaks-Dokumenten ist mehreres zu entnehmen. Zum einen hat kaum ein deutscher Redakteur sich die Zeit genommen, andere als die Dokumente anzusehen, in denen die vaterländischen Politiker überraschend treffend durch den Kakao gezogen werden.

Zum anderen gibt es zwei dominante Einschätzungen der politischen Bedeutung des Vorgangs, eine kurzsichtiger als die andere:

a) Die Veröffentlichungen seien gefährlich weil sie einerseits das diplomatische Gleichgewicht aus der Waage brächten (welches Gleichgewicht?) und die Diplomaten in Zukunft eben noch vorsichtiger mit ihren Geheimnissen umgingen (von denen diese Kommentatoren aber ja ohnehin nichts wissen wollten, kann ihnen also wurscht sein).

b) Die Veröffentlichungen seien gescheit, denn letztgültiger Ausdruck der demokratisierenden Wirkung des Internets (und Demokratie folglich gleichzusetzen mit dem geheimnislosen Geplapper bei Facebook etc.)

Hausaufgabe: Wahrheit irgendwo dazwischen suchen!

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